Hey Leute,
ist es euch auch schon aufgefallen? Während die US-Notenbank – die Fed – die Zinsen senkt, hinken die Zinsen auf deutschen Spar- und Tagesgeldkonten hinterher. Warum eigentlich? Und was bedeutet das für uns?
Die Fed hat den Leitzins im Oktober 2025 auf 3,75–4,00 % gesenkt, was eigentlich eine gute Nachricht für Kreditnehmer und eine Herausforderung für Sparer darstellt. Doch wenn man sich die deutschen Banken anschaut: Die durchschnittlichen Tagesgeldzinsen liegen bei mageren 0,8 % (ja, ihr habt richtig gelesen), während selbst die besten Festgelder kaum über 2,5 % hinauskommen. Im Vergleich: Der US-Leitzins liegt bei 4,00 % – also deutlich höher.
Warum ist das so? Ganz einfach: Die Geschäftsmodelle europäischer Banken sind anders. Viele Banken hierzulande finanzieren sich primär über Einlagen, während US-Banken stärker auf Kapitalmärkte setzen. Zudem ist der Wettbewerb in Europa weniger ausgeprägt, was die Margen der Banken schützt – zu unseren Lasten.
Aber Moment, das ist nicht das ganze Bild. Wenn wir uns die Inflation anschauen (die in Deutschland bei 2,3 % liegt), wird es noch interessanter. Selbst wenn du 2,5 % auf dein Sparbuch kriegst, verlierst du real – nach Inflation – trotzdem Geld. Und die Steuer? Die kommt noch on top.
Aber hier ist der Twist: Während traditionelle Sparkonten kaum mithalten können, boomen die Zinsen für US-Staatsanleihen (Treasuries) und sogar einige Euro-Staatsanleihen auf 3–4 % p.a. – allerdings nur, wenn du direkt investierst und nicht über eine Bank gehst, die dir die Hälfte wegnimmt.
Was lernen wir daraus?
– Location Matters: Wo du lebst und in welche Währung du investierst, beeinflusst massiv deine Rendite.
– Inflation ist der stille Dieb: Selbst bei “sicheren” Anlagen wie Sparbüchern oder Tagesgeld verlierst du in realer Kaufkraft, wenn die Rendite unter der Inflation liegt.
– Alternativen existieren: Statt nur auf Sparkonten zu vertrauen, könnten breit gestreute ETFs (z.B. auf den S&P 500) oder sogar festverzinsliche Anleihen eine bessere Option sein – insbesondere, wenn du die Kosten vergleichst und die Inflation im Blick behältst.
Was denkt ihr? Ist es fair, dass Banken mit unseren Zinsen so umgehen? Oder sollten wir uns mehr auf direkte Investments konzentrieren, die Transparenz und höhere Renditen bieten?
Tags: Zinsen, Inflation, Fed, EZB, Investmentstrategie, ETFs, Tagesgeld, Sparbuch
Bis zum nächsten Post,
Euer Finecho